JOCHEN BIGANZOLI / REGISSEUR
JOCHEN BIGANZOLI / REGISSEUR
SIMPLICIUS SIMPLICISSIMUS von Karl Amadeus Hartmann
Musikalische Leitung: Hermann Bäumer
Ausstattung: Andreas Wilkens
Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser
Jochen Biganzoli, der Regisseur der eindringlichen Osnabrücker Inszenierung, verlängert die beklemmende Aktualität des leider viel zu selten gespielten Stücks bis in die Gegenwart, ohne sich verführen zu lassen, ein politisierendes Manifest abzuliefern. (...) Ein großer Abend der wieder einmal alles andere als provinziellen Provinz.
OPERNWELT - März 2012
Was dann folgte, war ein Ereignis, das nicht aufhörte, die Zuschauer zu fesseln, bis pausenlose 90 Minuten vergangen waren. Jochen Biganzoli zeigte ein Crescendo von Gräueltaten und innerer Verrohung in atemabschnürenden Bildern und kam doch ganz ohne kreischende theatrale Grusel-Peinlichkeiten aus.
DEUTSCHLANDFUNK - Musikjournal 16. Januar 2012
Regisseur Jochen Biganzoli bot dem Publikum im Osnabrücker Theater bei der Premiere von Karl Amadeus Hartmanns Oper «Simplicius Simplicissimus» keine leichte Kost, erntete aber langanhaltenden Beifall für eine vielschichtige, einfallsreiche Inszenierung.
DPA - THORSTEN STEGEMANN
Ganz besonders beeindruckend ist die ästhetisch-musikalische Stimmigkeit der Inszenierung. Biganzoli unterscheidet in seiner szenischen Umsetzung genau, ob es sich um musikalische Parodie, Groteske oder lyrische Klangentfaltung handelt, ob Ouvertüre, Zwischenspiel oder Szene. Und seine ausgefeilte Personenregie nutzt natürliche, der unmittelbaren Situation entnommene Bewegungen und Haltungen sowie besonders im dritten Teil Bilder mit überzeichneter Mimik und Gestik, marionettenhaften, ruckartigen oder Zeitlupenbewegungen, um die gespenstische, alptraumatische Wirkung zu verstärken.
Eine fantastische, ästhetisch und musikalisch überzeugende Inszenierung für Jung und Alt.
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