JOCHEN BIGANZOLI / REGISSEUR

GENOVEVA von Robert Schumann

THEATER PLAUEN ZWICKAU


Ausstattung: Stefan Morgenstern

Video: Thomas Lippick

Dramaturgie: Stefan Bausch

Musikalische Leitung: Tobias Engeli


Hier geht‘s zur Sendung im Deutschlandfunk mit einer ausführlichen Besprechung der GENOVEVA

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MUSIK IN DRESDEN, 8. Juni 2010

Es ist, als hätten in Zwickau Regisseur, Ausstatter und der Videokünstler Thomas Lippick mit einem Auge den Text der Oper gelesen, mit dem anderen Schumanns Tagebücher und mit beiden Ohren seine Musik gehört, und daraus ihr Konzept gefunden, das ein durchweg bestens motiviertes Ensemble glaubwürdig umzusetzen weiß. (...)

Dann tost der Applaus. Herzlichen Glückwunsch, Robert Schumann, ein Geschenk des Regietheaters: Genoveva lebt.

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FREIE PRESSE, 7. Juni 2010

Dem Regisseur Jochen Biganzoli gelingt in Zwickau zur Eröffnung des Schumann-Festes mit der Oper „Genoveva“ ein großer Wurf. (...) Er erweist sich als meisterhafter Erneuerer im Umgang mit Schumann, er packt den sperrigen Stoff kreativ an, verspaßt ihn nicht satirisch, sondern geht ganz ernsthaft damit um.

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Musikjournal - DEUTSCHLANDFUNK, 7. Juni 2010

Vor allem im zweiten Teil peitschen Angst- und Wahnvorstellungen auf den Hörer ein, Zauberspiegel täuschen die wahren Beziehungen vor, dann wieder Alpträume von einem ertrunkenen Kind. Fritz Feilhaber als Golo, auch darstellerisch sehr eindringlich, erscheint wie ein Spiegelbild des Komponisten. Golo wird schließlich zum Patienten. „Genoveva, die Krankengeschichte eines Künstlers“. „Eine Welt ohne Menschen“ hat sich Robert Schumann vorgestellt, „die Welt als Friedhof, als Todesschlaf.“ Solche ungeheuerliche Fantasien hat Schumann in seinen Tagebüchern entwickelt. Sie werden in der Zwickauer Aufführung auch durch einen Sprecher zitiert. „Genoveva“ eine Vorwegnahme des 21. Jahrhunderts. Jochen Biganzoli führt einleuchtend vor, wie zeitgemäß Schumanns Oper ist, und zeigt gleichzeitig ein Bühnenwerk, melancholisch, doch spannend, voller lustvoller Theatralik. Ein überzeugendes Geschenk zu Schumanns 200. Geburtstag. Unverständlich, warum Genoveva so selten gespielt wurde.


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