JOCHEN BIGANZOLI / REGISSEUR

DER TOD UND DAS MÄDCHEN von Ariel Dorfmann

BREMEN


Bühnenbild: Jochen Biganzoli

Kostüme: Anke Jöllenbeck



KREISZEITUNG SYKE, 24. JUNI 1999
(...) Atmosphärisch dicht und beklemmend, ohne Partei zu ergreifen inszeniert Regisseur Jochen Biganzoli die Begegnung der drei. Er zeigt, wie abrupt die Vergangenheit zurückkehren kann, wie sie unter der Oberfläche lauert, jederzeit mit aller Intensität wieder aufbrechen kann. Das Publikum muss selbst überlegen, ob es richtig ist, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. (...) Das Stück wühlt auf. Es regt zum Nachdenken an – und ist mit dem Abschlussapplaus längst nicht vorbei.



WESER-KURIER BREMEN, 31. MAI 1999

(...) Überzeugender als alle Fernsehbilder es vermögen, schildert Dorfman die seelische Höllenfahrt einer vergewaltigten und gefolterten Frau. (...) Regie führt Jochen Biganzoli, dessen kongeniale Inszenierung von Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ noch in bester Erinnerung ist. Kongenial ist auch seine jüngste Regie-Arbeit. Biganzoli hat ein von allen Seiten einsehbares Bühnen-Viereck geschaffen, in dem sich ein Darsteller-Trio schonungslos den Blicken des Publikums ausliefert. Gefühle von großer Intensität prallen aufeinander, Hass, Gewaltphantasien, Angst, Verzweiflung. Biganzoli vermittelt mit unspektakulären Mitteln beklemmende Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche. (...) Ein politisches Lehrstück mit Thrillerqualitäten.



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