JOCHEN BIGANZOLI / REGISSEUR

BIOGRAPHIE

Jochen Biganzoli – Regisseur


Jochen Biganzoli wurde in Kaiserslautern geboren und lebt  heute in Bremen. Er studierte Theater- und Musikwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Lehrzeit als Regieassistent absolvierte er am Badischen Staatstheater in Karlsruhe und am Bremer Theater. Dort arbeitete er u.a. mit  Regisseuren wie Uwe Wand, Christoph Loy, Jürgen Gosch und Peter Konwitschny zusammen. Neben seiner Tätigkeit am Theater unterrichtete er 5 Jahre lang an der Hochschule für Künste in Bremen.


Nach ersten erfolgreichen Inszenierungen in Bremen (u.a. JAKOB LENZ) wurde er Oberspielleiter und Spartenleiter des Musiktheaters am Kleist Theater in Frankfurt (Oder), dort inszenierte er u.a. DON GIOVANNI, WERTHER und RIGOLETTO.

Seit 1999 ist er freiberuflich tätig und hat erfolgreich an den verschiedensten Theatern gearbeitet, so inszenierte er u.a. COSI FAN TUTTE und DIE ZAUBERFLÖTE am Stadttheater Pforzheim, HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN am Theater Altenburg-Gera, DER FREISCHÜTZ am Landestheater Detmold.


Er studierte die LOHENGRIN - Inszenierung von Peter Konwitschny (Eine Produktion der Hamburgischen Staatsoper) am Det Kongelige Teater in Kopenhagen ein, sowie die B-Besetzung am Gran Teatre del Liceu in Barcelona.


Er produzierte und inszenierte in Kooperation mit der bremer shakespeare company die WINTERREISE von Franz Schubert.

Mit den Produktionen LAND DES LÄCHELNS, LUISA MILLER, LA BOHÈME (wurde auf DVD aufgezeichnet), DER ROSENKAVALIER und MARGARETHE (FAUST) wurde Jochen Biganzoli zum prägenden Regisseur am Landestheater Eisenach. In der Spielzeit 2008/2009 inszenierte er unter anderem FIDELIO am Landestheater in Detmold und ORPHEUS IN DER UNTERWELT am Theater in Augsburg.


Im Januar 2010 war die erfolgreiche Premiere von JESUS CHRIST SUPERSTAR am Schleswig-Holsteinischen Landestheater, eine Produktion, die sich zu einem wahren Renner entwickelte und nur vor ausverkauftem Haus spielte.


Im Juni 2010 eröffnete Jochen Biganzoli die Schumann-Tage  der Stadt Zwickau, anlässlich des 200. Geburtstages von Robert Schumann, mit seiner Inszenierung der selten gespielten Oper GENOVEVA. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Oper Leipzig inszenierte er im Oktober DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG und im Dezember 2010 folgte noch die Inszenierung der Oper RUSALKA am Landestheater Detmold.


Bei der Kritiker-Umfrage der Zeitschrift Opernwelt 2011 wurden DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG (Oper Leipzig) und GENOVEVA (Theater Plauen Zwickau) nominiert.

In der Spielzeit 2011/12 inszeniert Jochen Biganzoli Hartmanns SIMPLICIUS SIMPLICISSIMUS am Theater Osnabrück.



> Biganzoli Portraitfoto (JPEG)

> Jochen Biganzoli Biographie (PDF)


Gesprächszeit mit Jochen Biganzoli
Nordwestradio-Moderator Nicole Nelhiebel hat mit Jochen Biganzoli gesprochen und dabei auch erfahren, dass sein Fussballherz, obwohl in Kaiserslautern geboren, für Werder Bremen schlägt.
> hier


Behutsame Dekonstruktion - bedrängende Intensität / DEUTSCHLANDFUNK

Jochen Biganzolis Musiktheater - Deutschlandfunk


Jochen Biganzolis Jugend war von Musik bestimmt. Posaunenchor, Rockmusik, Bachkantaten bis zum ersten Opernbesuch, dessen Faszination bis heute bestimmend blieb. Jeder neue Regieauftrag stürzt ihn in ein Abenteuer, oft im doppelten Wortsinn. Biganzoli, geboren in Kaiserslautern, erlebte die Abwicklung des Musiktheaters in Frankfurt/Oder als junger Operndirektor, die Abwicklung des Eisenacher Musiktheaters als dort stilbestimmender Regisseur. Seine handwerklich bestechenden Inszenierungen zeichnen sich durch einen fabulierenden Realismus aus, durch Einsichten in die Werke, die ebenso überraschend wie zwingend logisch erscheinen. Modischer Trash gehört ebenso wenig zu seiner Bühnenästhetik wie ein Theater des l'art pour l'art.


Von Irene Constantin


Einen Ausschnitt aus der Radiosendung finden Sie hier...